Pressemitteilung des “Aktionsbündnis Tübingen gegen Stuttgart21″
Das Tübinger Aktionbündnis gegen S21 ist empört über den angefangenen Abriss des Südflügels und die geplante Abholzung weiterer Bäume und bereitet sich auf weitere Proteste vor.
Das laut Bahn “bestgeplante Projekt aller Zeiten” verläuft bis jetzt chaotisch: Die Planfeststellung ist noch nicht abgeschlossen, es findet sich keine Firma, die bereit ist, die risikoreiche Abwasserumleitung des Nesenbachdükers zu übernehmen, einige Bauunternehmer sind schon wieder abgesprungen und Ausschreibungen geplatzt. Trotzdem möchte die Bahn Fakten schaffen und zerstört Baudenkmal und Park ohne jede bauliche Notwendigkeit. Dies sieht das Tübinger Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 als reine Maßnahme zur Demoralisierung der Gegner des verkehrstechnischen Unsinns S21.
Das Aktionsbündnis fordert die Bahn auf, weitere Baumaßnahmen sofort zu unterlassen und das Land, diese nicht zu unterstützen. Die Landesregierung muss neben der Klärung der beiden juristischen Verfahren (Eilantrag BUND, Beschwerde Allgemeinverfügung) auch den Abschluss aller offenen Planfeststellungsverfahren abwarten und dem Vorwurf des Stresstest-Betrugs nachgehen, bevor sie der Bahn weitere Zerstörungen genehmigt.
Daher protestierten Tübinger Bürgerinnen und Bürger mit 500 weiteren Demonstranten bei den Abrissarbeiten vor Ort. Dies werden sie bei weiteren Zerstörungen in Stuttgart auch weiterhin tun. Wer spontan bei drohenden Baumfällungen oder der Räumung des Parks mit nach Stuttgart fahren möchte, kann sich rund um die Uhr unter der Telefonnummer 01578-54 38 673 melden, wo Fahrgemeinschaften koordiniert werden.
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