Aktivitäten Januar 2014

3 Feb

s21

Das Aktionsbündnis Tübingen gegen Stuttgart 21 trifft sich seit über 3 Jahren jeden Dienstag von 19:00 bis 19:30 Uhr zum Protest in der unteren Neckargasse in Tübingen. Unter Transparenten und Plakaten führen wir Gespräche mit Passanten über Stuttgart 21 und bieten aktuelle Informationen und den Tunnelblick an.

Im Aktionsbündnis sind zwischen 8 und 15 Aktive, die sehr viele Unterstützer in Tübingen haben. In einigen Stadtteilen wird auch regelmäßig der Tunnelblick verteilt. Wir nehmen an den Demonstrationen in Stuttgart teil und organisieren auch eigene Proteste. Dazu zwei Beispiele aus jüngster Zeit:

Protest auf dem Neujahrsempfang in Tübingen (24.01.2014)
Nach Abschluss des Grußwortes von Ministerpräsident Kretschmann hallte der Ruf „Oben bleiben!“ durch den Festsaal der Neuen Aula. Ein knappes Dutzend S21-Gegner aus Tübingen hatte sich im Festsaal verteilt und während der gesamten Rede von MP Kretschmann S21 Protestschilder und Plakate hochgehalten. Die Aktion endete mit dem Ruf: „Oben bleiben!“

Protest vor dem Welt-Ethos-Institut in Tübingen (31.01.2014)
Herr Geißler nahm an einer Podiumsdiskussion über aufgeklärte Ökonomie im Welt-Ethos-Institut teil. Vor dem Institutseingang protestierten wir mit Schildern und Transparenten gegen den Schlichterspruch von Heiner Geißler und riefen den Teilnehmern zu: „Lasst euch nicht vergeisslern!“ Wir sprachen Herrn Geißler auf dem Weg in das Institut an und fragten ihn: “Warum sind Sie zu S 21 so still geworden?“ – worauf er erwiderte, wir sollten uns für den Kombibahnhof einsetzen (4 Gleise unten, 8 Gleise oben). Unsere Antwort: „Oben bleiben!“

Proteste gegen Kretschmann

24 Sep

Protest des Aktionsbündnis Tübingen gegen Stuttgart 21 bei strömendem Regen gegen den Auftritt von Ministerpräsident Kretschmann auf dem Tübinger Marktplatz am 24. August 2013

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Gedanken zur Bundestagswahl

14 Aug

Auf Wahlveranstaltungen aller Art kann dieses Diagramm gerne eingesetzt werden. Zu den angeführten Punkten zum Prinzip Stuttgart 21 sollten die Kandidaten/innen aller Parteien vor der Bundestagswahl befragt werden und Stellung nehmen

S 21 Prinzip 4 13

Treffen 16.7.

11 Jul
Wir treffen uns am 16.07.13 um 19:30 Uhr im Umweltzentrum (Kronenstrasse) zu unserer nächsten Sitzung.
Themen werden sein:
  •  die aktuelle Lage im Kampf für einen modernen Kopfbahnhof
  •  Aktionen zur Bundestagswahl
  •  weitere Vorhaben und Planungen
Wer Zeit und Lust hat ist herzlich eingeladen

Treffen

17 Jun
Nach der beeindruckenden Goßkundgebung mit Demo zur Vernetzung (S 21 Prinzip ist überall) am Samstag in Stuttgart und den aktuellen Ereignissen in der Türkei, wollen wir uns am Dienstag, den 18.06.13 um 19:30 Uhr im Umweltzentrum – Kronenstrasse wieder zu einem Meeting des Aktionsbündnis Tübingen gegen S 21 treffen. Dort sollen die aktuelle Lage und die weiteren Aktionen bis zur Bundestagswahl besprochen werden. Kommt also zahlreich und mit vielen guten Ideen.

Aufruf zur Teilnahme an der Großdemonstration am 15.6.

13 Jun

Presse-Erklärung vom 13. Juni 2013
Aufruf zur Teilnahme an der Großdemonstration
„Stuttgart 21 ist überall – wehrt euch, vernetzt euch“
am Samstag, den 15. Juni 2013 in Stuttgart
Das Aktionsbündnis Tübingen gegen Stuttgart 21 ruft zur breiten Teilnahme an dieser Großdemonstration auf. Treffpunkt zur gemeinsamen Fahrt nach Stuttgart (mit Metropolticket): Hauptbahnhof Tübingen um 15:20 Uhr. Abfahrt des Zuges: 15:37 Uhr.
Schwerpunkt der Demonstration ist das „Prinzip Stuttgart 21“.
Initiativen und Bürgerbewegungen stoßen immer mehr und überall auf das
„Prinzip Stuttgart 21“ mit folgenden Auswirkungen:
 Investorenprofite statt Bürgerinteressen
 Wachstumswahn gegen jede Vernunft und Verantwortung
 Bürgerrechte und Demokratie werden ignoriert oder zurechtgebogen
 Projektgegner werden kriminalisiert und eingeschüchtert
Zusammen mit Initiativen aus Hamburg (Elbphilharmonie), Berlin (BER-Flughafen),
Frankfurt (Flughafen), Turin (Val di Susa – TGV-Projekt) und der Türkei (Gezi-Park)
wird unter anderem für einen modernen Kopfbahnhof K 21 demonstriert.
Beginn 17:00 Uhr auf dem Stuttgarter Schlossplatz.

Grüsse aus der Hauptstadt – auch Berlin ist gegen Stuttgart 21

11 Jun

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Grube

18 Apr

Grube

Man soll es nicht glauben: auch in Blankenese, einem Nobelvorort von Hamburg, haben Grube und Stuttgart 21 Spuren hinterlassen.

Kommentar von Frank Heuser

10 Mrz

——–Kommentar von Frank Wahlig ———-

Nach der Entscheidung des DB-Aufsichtsrats Stuttgart21 am 5.3.2013, trotz 2 Milliarden Euro Mehrkosten weiter zu bauen, gab Frank Wahlig in SWR2 Aktuell (http://mp3-download.swr.de/zi/swr-aktuell/20130305-1857.6444m.mp3 von 3:38 bis 5:38) den folgenden Kommentar ab:

„Das ist vernünftig, die Weichen bleiben gestellt, Stuttgart21 wird gebaut. Es wird mehr Geld kosten. Na, und? In diesem Fall ist es gut angelegtes Geld. In der Tat, die künftigen Generationen werden den Profit davon haben. Gerade für Stuttgart ist es ein Modernisierungsprogramm sonder Gleichen. Und für Deutschland ist Stuttgart21 so etwas wie der Ausweis, dass dieses Land nicht alles verhindert, klein redet, blockiert, nicht in Technologiefeindlichkeit erstickt. Stuttgart 21 wird ein Bahnhof der neuen Generation für eine neue Generation. Deutschland zeigt, was es kann. Gegen den Widerstand der Grünen, die dabei sind, oder dabei waren, das zu bestimmen, was in Deutschland Fortschritt, was in Deutschland die Moderne ausmacht. Das ist politisch gar nicht zu unterschätzen. Skepsis, Ablehnung, Furcht vor dem Morgen, die Bahn, will heißen auch die Bundesregierung, hält dagegen. Endlich! Zukunft ist nicht nur denkbar, sondern soll machbar bleiben und Wirklichkeit werden. Auch das ist das Signal, das aus Berlin heute kommt. Glaube doch keiner die Demonstranten gegen den Bahnhof wollten den sparsamen, sinnvollen, vernünftigen Umgang mit dem Geld der Steuerzahler. Nein! Es geht um Verhinderung von dem, was früher Fortschritt hieß. Was das Land stark und modern machte und wohlhabend. Die Bahnhofsgegner wehren sich gegen eine Moderne, die mehr ist als ein Windrad. Stuttgart 21 ist kein Experiment. Stuttgart 21 ist ein Beispiel dafür, wie in anderen Städten Zukunft gebaut werden kann. Frankfurt, München, auch hier gibt es Pläne die Geleise unter die Erde zu verlegen und Raum für Menschen zu gewinnen und den Städten einen Entwicklungsschub zu geben, wie es ihn seit dem späten 19. Jahrhundert nicht mehr gegeben hat. Damals wurden die Kathedralen der Moderne gebaut. Die großen Bahnhöfe eben. Stuttgart 21 könnte zum sichtbaren Zeichen einer neuen deutschen Moderne werden.“

Frank Wahlig aus Berlin http://www.ard-hauptstadtstudio.de/korrespondenten/radio/swr/frankwahlig101.html

Beruflicher Abschluss: Studium (M.A.) der Geschichte, Archäologie, Philosophie, Germanistik http://media.tagesschau.de/audio/2013/0305/AU-20130305-1541-1601.mp3

———— Kommentar von Frank Heuser —————

Das ist völlig unvernünftig. Es wird mehr Geld kosten, Geld, das an vielen Stellen im Bahnverkehr dringend gebraucht wird. Geld, das für einen einzelnen Bahnhof verprasst wird, der keinerlei Mobilitätsgewinn für die Bahnnutzer bringen wird, keinerlei Erweiterungsmöglichkeiten bietet. Künftige Generationen werden in Autos gezwungen werden, da ein halb so großer Bahnhof auch nur halb so viele Züge abfertigen kann. Die Wundergläubigkeit, selbst von Akademikern, dass diese technische Wahrheit dadurch aufgehoben werden kann, dass man den Bahnhof verbuddelt, ist erschreckend. Versprechungen in die technische Machbarkeit des Projektes von BWLern, die nur ihr eigenes Portemonnaie im Blick haben, werden als glaubwürdiger angesehen, als die Aussagen von Bahnexperten und Physikern. Liebe Journalisten: Gesetze kann man brechen, Demokratie übergehen, Naturgesetze kann man aber nicht brechen. Letztere Wahrheit ist unpopulär in Deutschland und wir als rückwärts gewandt, skeptisch und unmodern bezeichnet. Die Technik kann zwar vieles, aber nur innerhalb der Naturgesetze. Und so hat die Ablehnung von S21 nichts mit „Furcht vor dem Morgen“, Furcht vor der Morgendämmerung der Moderne, also vor Aufzügen und Tunneln, zu tun, sondern dass die Bahnnutzer auch morgen barrierefrei und sicher von einem Zug in den anderen wechseln wollen. Zukunft kann man nicht machen, aber man kann die Gegenwart derart gestalten, dass die Zukunft angenehmer – für alle – wird. Das bedeutet sparsamer Umgang mit den Resourcen, so dass man sie für gute Projekte auch in Zukunft verwenden kann, dazu gehören Windräder und eine funktionierende energiesparende elektrifizierte Bahn. Davon können zukünftige Generationen profitieren, das macht wohlhabend! Ein paar qm Flächen an einer Stelle, wo sie nicht gebraucht werden – Flächen in direkter Nähe sind seit einem Jahrzehnt frei und unbebaut – sind nicht die Moderne deutscher Städte, nicht die Zukunft. Das haben auch München und Frankfurt erkannt und schon lange die Pläne, ihre Kopfbahnhöfe unter die Erde zu versenken, begraben. Mit der industriellen Revolution wurden die Bahnhöfe bis ins Herz der Städte, ans Ziel der Fahrgäste, gebaut, obwohl dies fürs Umkoppeln damals ein großes Problem darstellte. Aber der Komfort für die Kunden hatte Vorrang. Stuttgart 21 ist die inkarnierte zentrale Frage der Zukunft: Soll der umweltfreundliche Bahnverkehr oder der umweltschädliche Autoverkehr (Feinstaub am Neckartor) ausgebaut werden. Die Autoindustrie hat sich vorerst durchgesetzt.

dipl. phys. Frank Heuser aus Tübingen

Eigentlich wollte ich nur einzelne Aussagen des Kommentars von Frank Wahlig kommentieren, aber leider birgt der Kommentar derart viele Verdrehungen und Unterstellungen, dass er nur als Ganzes komplett „besprochen“ werden konnte. Mich treffen bei diesen Pamphleten der S21 Befürworter am stärksten die Vorwürfe: „Technologiefeindlichkeit“ und „Furcht vor dem Morgen“. Ich bin Physiker und habe in meiner Diplomarbeit mit C++ ein Programm zur Lösung von Differentialgleichungen zum Betrieb auf Supercomputern geschrieben. Nun baue ich Dynamos und bin für die EDV in meinem Betrieb verantwortlich. Jedes mal, wenn den S21 Gegnern „Technologiefeindlichkeit“ vorgeworfen wird, überlege ich mir, ob ich eine Anzeige wegen Beleidigung machen muss. Ich habe keine „Furcht vor dem Morgen“, ich weiß nur, was technisch machbar ist und was nicht. Dann gibt es die immer wiederkehrenden Parolen wie z.B. „Raum für Menschen schaffen“: Ja warum werden dann nicht die B14 und B27 unter die Erde gebracht,
was technisch viel einfacher wäre und der Feinstaub wäre auch sicher im Tunnel untergebracht. Stuttgart 21 hat nur einen Bahnrückbau als Ziel. Erstaunlicher weise fehlt in diesem Kommentar die Magistrale Paris-Bratislava. Auch der sparsame Umgang mit Steuergeld ist mir wichtig. Vor allem wenn ich sehe, wo das Geld fehlt (z.B. Elektrifizierung der Strecken in BaWü oder die Regionalstadtbahn Neckar-Alb). Die industrielle Revolution hat das Land tatsächlich wohlhabend gemacht. Aber auch viele neue Probleme geschaffen, die vorher nicht existierten. Das Hauptproblem ist aber, sollte man einfach mit dem Resourcenverbrauch weitermachen, wie bisher, oder gar ihn noch beschleunigen, dann wird das Land ganz schnell bitter arm werden. Das ist keine Zukunftsangst, das ist ein Naturgesetz: Wenn weg, dann weg. Man nennt das auch Energieerhaltungssatz und Massenerhaltungssatz und die sollte man nicht klein reden. Das Projekt S21 wird scheitern, wenn nicht jetzt an der Unfähigkeit die technische Herausforderungen bereits im Vorfeld zu erkennen und zu beplanen und zu beziffern, dann wenn die Bahn im Berg stecken bleibt und ein paar zusätzliche Milliarden braucht. Das wird den Ruf Deutschlands viel stärker schaden, als die Botschaft, dass Großprojekte nur demokratisch im Konsens mit der Bevölkerung gestemmt werden können.

Fahrt zur 163. Montagsdemo

3 Mrz

Treffpunkt für gemeinsame Fahrt von Tübingen mit Metropoltickets ist um 16:20 Uhr in der Tübinger Bahnhofshalle für die Fahrt um 16:37 Uhr.

Die 163. Montagsdemo am 4. März 2013 findet ab 18 Uhr auf dem Stuttgarter Marktplatz statt. Ab 18:35 Uhr Demozug zum abgerissenen
Südflügel, dort Offenes Mikrofon, siehe Karte
http://www.bei-abriss-aufstand.de/2013/02/27/163-montagsdemo-am-4-3/

Schwabenstreich auf dem Schlossplatz.

Ab 17:45 Uhr Raddemo vom Feuersee zur Montagsdemo.

Redner:
Dr. Eisenhart von Loeper, Aktionsbündnis gegen S21: Briefe an den
DB-Aufsichtsrat und an Schäuble

Heike Hänsel, MdB Die Linke: Wie andere Bahn-Projekte bundesweit unter
S21 leiden

Motto: Stuttgart 21: Merkel will’s, keiner braucht’s, keiner zahlt’s.
Musik: Daniel Sissensich
Moderation: Dr. Norbert Bongartz, Aktionsbündnis gegen S2